Region: Friaul-Julisch Venetien, Slowenien
In einem abgelegenen Dorf an der slowenisch-italienischen Grenze kehrt Nadia, eine erfolgreiche italienische Anwältin slowenischer Herkunft, nach Jahren der Abwesenheit in ihren Heimatort zurück, um ihre sterbende Großmutter ein letztes Mal zu besuchen. Zwischen zwei Kulturen und Identitäten schwebend, wird sie bald wieder in die enge Gemeinschaft hineingezogen, die sie einst hinter sich gelassen hatte. Was als einfacher Abschied beginnt, entwickelt sich zu einer zutiefst persönlichen Reise, geprägt von alten Traditionen und verborgenen Familiengeheimnissen.
Der Film wurde bei ScripTeast entwickelt und unter dem Arbeitstitel „Washed and Buried“ bei cocoPitch Connecting Cottbus vorgestellt. Er ist teilweise vom eigenen Hintergrund des Regisseurs inspiriert und zeigt, was es bedeutet, sich zwei verschiedenen Welten zugehörig zu fühlen und zugleich keiner von beiden wirklich anzugehören.
STATEMENT VON REGISSEUR MARTIN TURK:
„Wie Nadia gehöre ich der slowenischen Gemeinschaft in Italien an. Dieser Film ist tief in meiner eigenen Erfahrung verwurzelt, zwischen zwei Kulturen und Sprachen aufgewachsen zu sein und diese Gemeinschaft irgendwann in meinem Leben verlassen zu haben – ein Weggehen, das mich dauerhaft in einem Zustand des Dazwischenseins zurückließ: Ich gehörte dazu und zugleich nicht. Eine solche Identität kann verwirrend und widersprüchlich sein. Nach Jahren der Abwesenheit in eine so eng verbundene Gemeinschaft zurückzukehren, kann zugleich beunruhigend und schön sein. Diese Spannung wollte ich im Film aufgreifen, indem ich Mehrdeutigkeit zulasse und Momente zeige, in denen das Reale und das Irreale still nebeneinander existieren.“
BIOGRAFIE DES REGISSEURS:
Martin Turk (geb. 1978 in Triest) begann 1998 sein Studium der Film- und Fernsehregie an der Filmakademie in Ljubljana. Zu seinen Spielfilmen zählen „Feed Me With Your Words“ (Internationales Filmfestival São Paulo 2012), „Good Day’s Work“ (Busan 2018) und „Don’t Forget to Breathe“ (Rom – Alice nella Città 2019). Seine Kurzfilme liefen bei der „Directors’ Fortnight“ in Cannes sowie bei Festivals in Palm Springs und Oberhausen. Sein Film „Kino Volta“ feierte 2024 in Triest Premiere und gewann beim Bloomsday-Festival den Preis für den besten Spielfilm. Er ist Absolvent der Cinéfondation-Residenz in Cannes.






