Region: Friaul-Julisch Venetien
ÖSTERREICHPREMIERE
Anlässlich des 50. Jahrestags des Erdbebens in Friaul erzählt ORCOLAT von Erinnerung, Identität und Wiederaufbau. Frei von Pathos blickt der Film auf Solidarität, aber auch auf Schattenseiten der Hilfsmaßnahmen. Er zeigt ein Ereignis, das Mensch und Landschaft prägte, und offenbart die tiefe Verwurzelung der Region in ihrer Folklore – besonders in der Sage vom Orcolat, jenem furchterregenden friulanischen Sagenriesen, der in den Bergen schläft und die Erde erbeben lässt.
Der Film ist eine kollektive Geschichte, die Erinnerung, Identität und Wiederaufbau der Region Friaul fast fünfzig Jahre nach dem Erdbeben von 1976 miteinander verwebt. Anhand der Aussagen von Künstler:innen, Sportler:innen, Schriftsteller:innen und Wissenschaftler:innen – darunter Dino Zoff, Fabio Capello, Manuela Di Centa, Paolo Rumiz, Davide Toffolo, Tullio Avoledo und viele mehr – präsentiert der Film ein emotionales, kollektives Mosaik eines historischen Moments, der unauslöschliche Spuren in der Landschaft und bei den Menschen hinterlassen hat.
Frei von Rhetorik beleuchtet „Orcolat“ nicht nur die Stärke und Solidarität, die während des Wiederaufbaus gezeigt wurden, sondern auch dessen Widersprüche und die dunkleren Aspekte der ersten Hilfsmaßnahmen. Die Perspektive des Regisseurs Federico Savonitto erweitert sich letztlich auf eine internationale Dimension und richtet sich nicht nur an diejenigen, die diese Ereignisse erlebt haben, sondern an ein Publikum jeden Alters.
STATEMENT VON REGISSEUR FEDERICO SAVONITTO:
„Für mich – und auch für das, was der Film darüber aussagt – ist der Orcolat eine Darstellung, die geschaffen wurde, um dem Unerklärlichen Gestalt zu verleihen – ein Monster, das wir auf andere oder sogar auf uns selbst projizieren können. Ich hoffe aufrichtig, dass dieser Film als Einladung zum Zuhören dient – auch anderen gegenüber.“
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BIOGRAFIE DES REGISSEURS:
Federico Savonitto, 1981 in Udine geboren, lebt und arbeitet in Rom, Friaul-Julisch Venetien und Sizilien. Nach seinem Abschluss in Triest mit einer experimentellen Abschlussarbeit über Wim Wenders besuchte er von 2009 bis 2012 den sizilianischen Campus des „Centro Sperimentale di Cinematografia“. Während seiner Ausbildung drehte er mehrere Dokumentarfilme, darunter „La città sconosciuta“ (2013) und „La fine che non ho fatto“ (2011), wobei er bei letzterem gemeinsam mit Ruben Monterosso Regie führte. Nachdem er einen Werbespot für das Umweltministerium gedreht und als Schnittassistent mit dem Regisseur Franco Maresco zusammengearbeitet hatte, widmete er sich ab 2014 wieder seinen eigenen Filmprojekten als Filmemacher und produzierte mit seiner Takaità Film Musikvideos, Werbespots und Kurzfilme, oft in Zusammenarbeit mit Ruben Monterosso. Im Jahr 2019 führte er gemeinsam mit Francesco Costabile Regie bei dem Dokumentarfilm „In un futuro aprile – Il giovane Pasolini“. Im Jahr 2025 wurde „Ewa – The Last Lesson“, bei dem er gemeinsam mit Andrea Mura Regie führte, für das Biografilm Festival und mehrere internationale Festivals ausgewählt.





