Kärnten / Koroška, 1942. Mila und ihr Bruder Hanzi, beide Kärntner Slowenen, schließen sich dem bewaffneten Widerstand, den Partisanen, an. Mila wird mit 20 Jahren zur Befehlshabenden und entscheidet bald über Leben und Tod. Als die überlebenden Familienmitglieder nach Kriegsende heimkehren, stellt sich für Mila erneut die Frage nach Widerstand oder Anpassung.
Regisseurin Andrina Mračnikar, selbst Angehörige der österreichisch-slowenischen Minderheit, hat sich diesem Thema stets mit besonderer Sensibilität gewidmet. So erhält die persönliche Geschichte der Protagonistin unmittelbar universelle Bedeutung, insbesondere in der spezifischen historischen Zeit, die wir derzeit durchleben.
WELTPREMIERE: Zürich Film Festival 2026
AUSZEICHNUNGEN: Publikumspreis beim Zürich Film Festival 2026
STATEMENT DER REGISSEURIN ANDRINA MRAČNIKAR:
„Dies ist das erste Mal, dass die Geschichte der slowenischen Minderheit in Österreich und ihres Widerstands gegen den Nationalsozialismus in einem Spielfilm erzählt wird. Die Geschichte des Films ist eng mit den Erfahrungen meiner eigenen Familie verbunden und begleitet mich, solange ich mich erinnern kann. Dass dieser Film über eine junge Frau, die sich dem antifaschistischen Widerstand anschließt, den Publikumspreis des Zürich Film Festivals erhalten hat, bedeutet mir gerade deshalb sehr viel.“
BIOGRAFIE DER REGISSEURIN:
Andrina Mračnikar (geb. 1981 in Hallein, Österreich) studierte Filmregie an der AGRFT (Akademie für Theater, Radio, Film und Fernsehen) in Ljubljana sowie Regie und Drehbuch an der Wiener Filmakademie. Als Preisträgerin zahlreicher Auszeichnungen ist „Mila/Marija“ nach ihrer Dokumentarfilm-Trilogie bestehend aus „Andri 1924–1944“ (2003), „Der Kärntner spricht Deutsch“ (2006) und „Verschwinden / Izginjanje“ (2022) ihr erster Spielfilm, der sich mit diesem Thema auseinandersetzt.
INTERVIEW MIT ANDRINA MRAČNIKAR:
„Ein Krieg ist nicht einfach vorbei, wenn er offiziell beendet ist.“
Interview bei Austrian Films


