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16.-18. Dezember 2021

02.06.2021
18:00 Uhr
// Kärntenpremiere

Epicentro

Epicentro
A/FR 2020
116 Min.
Sprache
Spanische Originalversion mit englischen Untertiteln

Director, script, narrator, cinematography:
Hubert Sauper

Editors:
Yves Deschamps, Hubert Sauper

Cast:
“Little prophets” (children), Oona Castilla Chaplin et al.

Producers:
Martin Marquet, Daniel Marquet, Gabriele Kranzelbinder, Paolo Calamita

Production:
Groupe Deux, KGP Filmproduktion, Little Magnet Films

World Premiere:
Sundance Film Festival 2020

Awards:
Grand Jury Price – Sundance Film Festival 2020
Wiener Filmpreis
der Viennale ‘20

Der in Kärnten aufgewachsene Hubert Sauper – Regisseur des Sundance-Preisträgers „We Come As Friends” und des Oscar®-nominierten „Darwin’s Nightmare” – liefert mit seinem neuen Film EPICENTRO, ein eindringliches und metaphorisches Porträt des postkolonialen, „utopischen“ Kubas, in dem die Explosion des Kriegsschiffes USS Maine 1898 im Hafen von Havanna immer noch nachhallt. Dieser Urknall beendete die spanische Kolonialherrschaft in Amerika und läutete die Ära des amerikanischen Imperiums ein. Gleichzeitig und am gleichen Ort wurde ein mächtiges Instrument der Eroberung geboren: das Kino als Propagandawerkzeug. In EPICENTRO erkundet und befragt Hubert Sauper Menschen in Havanna – hört und sieht besonders die Kinder, die „jungen Propheten“ – die von einem Jahrhundert des Interventionismus und der Mythenbildung erzählen – und hinterfragt damit Zeit, Imperialismus und die Kunstform Kino an sich.

DIRECTOR’S STATEMENT – Hubert Sauper

„In all meinen Filmen sind die „kleinen Menschen“, die wir Kinder nennen, große Stars. Ich sehe sie als kleine Propheten, als Wahrheitserzähler – und das sind sie tatsächlich. Einem jungen Menschen dabei zuzuschauen, wie er die Welt erklärt, ist oft eine tiefere und ehrlichere, sogar klügere, sogar erhellendere Erfahrung als Akademiker oder Politiker mit Bücherregalen im Hintergrund. Wir, das Publikum eines Films werden zu dem Kind, dem wir zuschauen.“

„Bewegte Bilder spiegeln nicht die Geschichte von heute wider, sie SIND Geschichte. Was zählt, ist nicht „was in der Geschichte passiert ist“, sondern wie sie auf Film festgehalten wird. Das Kino ist viel mehr als Erinnerung: es ist Prophezeiung. […] DasKino ist eine Art sich selbst erfüllende Prophezeiung. Bewegte Bilder „programmieren“ unseren Verstand und unsere Zukunft.“

„Aus dem Spektrum aller ko-existierenden Realitäten sehen wir einen kleinen Teil. Wir sehen, was wir sehen können, was wir sehen wollen und was uns gezeigt wird. Als Sachbuch-Filmemacher ist es nicht meine Aufgabe, ‚die Wirklichkeit so zu zeigen, wie sie ist’. Das macht keinen Sinn, sie existiert nicht. Ich erschaffe eine Welt – einen Film – die aus realen Menschen in ihrer realen Umgebung besteht. […] Aber die Filmkunst kann zaubern, sie kann faktisches Wissen in etwas Überlegenes verwandeln: Erfahrung.“

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